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Haus verkaufen Est. 2001
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Energieausweis

Wer verkauft oder vermietet, braucht einen gültigen Energieausweis. Er muss dem Interessenten spätestens bei der Besichtigung vorgelegt und bei Vertragsschluss übergeben werden — und schon die Anzeige muss fünf Angaben daraus enthalten.

Die fünf Pflichtangaben nach § 87 GEG

  • Art des Ausweises: Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis
  • Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch in kWh je Quadratmeter und Jahr
  • Wesentlicher Energieträger der Heizung
  • Baujahr des Gebäudes nach Energieausweis
  • Energieeffizienzklasse

Verbrauch oder Bedarf — was ist besser?

Der Verbrauchsausweis rechnet mit den tatsächlichen Verbrauchsdaten der letzten Jahre und ist günstiger. Er sagt allerdings mehr über die Bewohner als über das Haus: Wer sparsam heizt, bekommt gute Werte, auch wenn die Dämmung schlecht ist. Der Bedarfsausweis bewertet das Gebäude selbst und ist bei Käufern belastbarer — besonders dann, wenn Ihr Haus objektiv besser ist, als der Verbrauch vermuten lässt. Bei bestimmten älteren Gebäuden ist er ohnehin vorgeschrieben.

Wann der Bedarfsausweis Pflicht ist

Vorgeschrieben ist er bei Wohngebäuden mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und die seither nicht auf den damaligen Mindeststandard der Wärmeschutzverordnung gebracht wurden. In allen anderen Fällen dürfen Sie zwischen beiden Arten wählen. Wer wählen darf, sollte rechnen: Bei einem gut gedämmten Haus, in dem sparsam geheizt wurde, fällt der Verbrauchsausweis günstig aus. Bei einem soliden Altbau mit hohem Verbrauch zeigt oft erst der Bedarfsausweis, was das Gebäude wirklich kann.

Was passiert, wenn er fehlt

Fehlende oder falsche Pflichtangaben sind eine Ordnungswidrigkeit und können mit einem Bußgeld geahndet werden. Häufiger als das Bußgeld ist die Abmahnung durch Wettbewerber oder Verbände — sie kostet Anwaltsgebühren und eine Unterlassungserklärung. Ein abgelaufener Ausweis (Gültigkeit zehn Jahre) zählt dabei wie keiner.

Welche Daten wir brauchen

Für den Verbrauchsausweis: die Heizkostenabrechnungen oder Brennstoffrechnungen der letzten drei Jahre, dazu Baujahr, Wohnfläche und Angaben zur Heizung. Standen Räume längere Zeit leer, muss das berücksichtigt werden. Für den Bedarfsausweis: Angaben zu Außenwänden, Dach, Keller, Fenstern und Heizung — hier sieht sich der Aussteller das Gebäude genauer an.

Zeit und Reihenfolge

Der Ausweis gehört an den Anfang, nicht ans Ende. Die Pflichtangaben müssen bereits in der ersten Anzeige stehen — wer die Vermarktung startet und den Ausweis nachreicht, hat das Risiko schon ausgelöst. Planen Sie ihn deshalb gleich mit der Vorbereitung der Unterlagen ein.

Wir übernehmen das

Wir prüfen, welcher Ausweis für Ihr Objekt zulässig und sinnvoll ist, sammeln die nötigen Daten, beauftragen die Erstellung und tragen die Pflichtangaben korrekt in Exposé und Anzeigen ein. Sie müssen sich darum nicht kümmern.

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