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Haus verkaufen Est. 2001
über 100 vorgemerkte Kaufinteressenten 5,0 von 5 aus 22 Google-Bewertungen seit 2001 in der Region kostenlos bewertet in 48 Stunden

Ratgeber für Verkäufer

Der richtige Angebotspreis beim Hausverkauf

Frank Neumann, Immobilienmakler mit Erlaubnis nach § 34c GewO · Immobilien4you · Stand: 12.10.2026

Ein Inserat bekommt seine größte Aufmerksamkeit in den ersten Tagen. Portale spielen neue Objekte bevorzugt aus, Suchagenten melden sie, Interessenten mit laufender Suche sehen sie sofort. Diese Aufmerksamkeit gibt es genau einmal.

Was beim zu hohen Start passiert

  • Woche 1 bis 4: viele Aufrufe, kaum Anfragen. Wer den Markt kennt, sortiert sofort aus.
  • Monat 2 bis 3: Das Objekt rutscht in der Sortierung nach unten, die Anfragen versiegen.
  • Monat 4: Erste Preissenkung. Jetzt sehen Beobachter, dass der Preis nachgibt — und warten auf die nächste.
  • Monat 6 und später: Verkauf unter dem Wert, den ein realistischer Start erzielt hätte.

Woran ein belastbarer Preis hängt

An tatsächlichen Abschlüssen vergleichbarer Objekte, nicht an Angeboten. Ein Haus, das seit acht Monaten für 420.000 Euro inseriert ist, beweist nur, dass es für 420.000 Euro niemand kauft. Dazu kommen Zustand, Energiekennwerte, Baujahr, Grundstückszuschnitt und die Mikrolage.

Und wenn Sie mehr wollen?

Dann sagen wir Ihnen, was das kostet: in Zeit und am Ende in Geld. Manchmal gibt es gute Gründe, es trotzdem zu versuchen — aber Sie sollen die Entscheidung mit offenen Augen treffen.

Was ein realistischer Start bedeutet

Realistisch heißt nicht billig. Es heißt: ein Preis, zu dem innerhalb der ersten vier Wochen
ernsthafte Anfragen kommen. Liegt er leicht unter dem erhofften Höchstpreis, entsteht häufig
Wettbewerb zwischen mehreren Interessenten — und dieser Wettbewerb bringt am Ende oft mehr ein als
ein hoher Startpreis, der niemanden anzieht.

Woran wir den Preis festmachen

An tatsächlich beurkundeten Kaufpreisen vergleichbarer Objekte aus der Kaufpreissammlung des
Gutachterausschusses, korrigiert um Zustand, Energiekennwerte, Baujahr, Grundstückszuschnitt und
die Lage innerhalb des Ortes. Wie das im Einzelnen funktioniert, steht im Beitrag
Die drei Verfahren der
Immobilienbewertung
.

Wenn Sie trotzdem höher starten wollen

Dann sagen wir Ihnen, was das kostet — in Zeit und am Ende in Geld. Manchmal gibt es gute
Gründe, es zu versuchen: ein besonderes Objekt, kein Zeitdruck, ein enger Markt. Die Entscheidung
liegt bei Ihnen, aber Sie sollen sie mit offenen Augen treffen.

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